Wach auf Modeindustrie: Nachhaltigkeit ist das neue Normal

Es ist keine Überraschung mehr. Die Welt erwacht langsam und wir beginnen, die Folgen unseres Handelns zu sehen, was den Klimawandel zu einer unbestreitbaren Priorität macht. Wir sprechen heute von einer "dringenden Krise". Nachdem die Umweltschützer jahrelang als Minorität gezählt wurden, scheint die Bevölkerung als Ganzes durch die jüngsten Katastrophen, Streiks und Reformen zu erkennen, dass gehandelt werden muss. Genug Unternehmen haben das Problem des ökologischen "Fußabdrucks" durch "Greenwashing" gelöst, nur um ihr Markenimage zu verschönern. Es ist an der Zeit, stattdessen transparent zu sein.

Wir haben die Mode und ihre Rolle in unserer Gesellschaft schon immer bewundert, vor allem die Art und Weise, wie sie die Persönlichkeit und den Selbstausdruck eines Menschen widerspiegeln kann. Sie ist eine der Grundlagen unserer Zivilisation und ein Schöpfer der kulturellen Identität. Ursprünglich wurden luxuriöse Kleidungsstücke als dauerhaft und wertschätzend für die Kunst des Handwerks dargestellt, wie ist sie also zu einem weltweiten Problem geworden?

Wir ertrinken in Kleidung und Textilien. Die Suche nach neuen Trends ist endlos, gefolgt von einem ständigen globalen Wandel. Die Verkaufszahlen sind in den letzten Jahren drastisch gestiegen, und Menschen besitzen mindestens die doppelte Menge an Kleidung, die sie normalerweise benötigen würden. Das Problem mit dem derzeitigen Modell ist somit die "einseitige" Richtung. Ein linearer Prozess, bei dem wir produzieren, nutzen und wegwerfen. Obwohl jeder Einzelne von uns wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen kann, ist es die Gesellschaft als Ganzes, die sich verändern und anpassen muss. Nachhaltigkeit ist keine Option; sie ist eine Notwendigkeit.

Bei Nachhaltigkeit geht es um Sorgfalt, Verantwortung und Erneuerungsmöglichkeiten. Wir befinden uns derzeit im Übergang zu einer neuen Modeindustrie und neuen Geschäftsmodellen, deren Werte stark auf ökologischen und ganzheitlichen Prinzipien basieren. Eine große Herausforderung für die Industrie besteht darin, den Wirtschaftskreislauf von den Lieferketten bis zu den Endverbrauchern zu schließen und den Wertschöpfungsprozess so zu gestalten, dass er ethisch, nachhaltig und transparent für die Verbraucher wird.


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